Mercedes-Benz - W124 220E (1992)

Von 1984 bis 1997 übernahm die Baureihe W 124, die in 2,5 Millionen Exemplaren gebaut wurde, die Stellung der oberen Mittelklasse bei Daimler-Benz. Bei ihrer Entwicklung wurden einige Designelemente sowie die leichtere Bauweise des W201 übernommen

Beim W 124 setzte man auf gewichtssparende Materialien sowie hochfeste Stahlbleche. Die Gewichtsreduktion und eine aerodynamische Optimierung führten zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch. Auch die Fahrzeugsicherheit wurde verbessert. So verfügte der Fahrgastraum über einen sehr hohen Aufprallschutz und ausgefeilte Deformationszonen an Heck und Bug. Auch an den Schutz von Fußgängern und Zweiradfahrern hatte man gedacht und sensible Zonen stoßnachgiebig konstruiert. Ab 1989, als die Reihe stilistisch überarbeitet wurde, erhielt der W124 flächige Verkleidungen an Kotflügeln und Türen (Flankenschutzleisten), die auch als Sacco-Bretter bekannt waren und eine Idee des Mercedes Chef-Designers Bruno Sacco waren. Außerdem verfügten die Fahrzeuge über einen Einarmscheibenwischer.

Die Limousine war das meistverkaufte Modell der Baureihe, zu der im Laufe der Zeit auch Kombi (T-Modell ab 1985)), Coupé (ab 1987), Cabriolet (ab 1991) und eine Langversion zählten. Daneben gab es auch etliche Sonderserien und Tuningversionen sowie Sonderfahrzeuge

Die Limousine, deren Produktion Mitte 1995 eingestellt und vom Nachfolger W 210 abgelöst wurde, zeichnete sich durch eine große Geräumigkeit und ein sehr gutes Fahrverhalten aus. Die innovative Mehrlenker-Hinterachse (Raumlenkerhinterachse) sorgte für Komfort und ein gutes Handling. Der große 520 l fassende Kofferraum ließ sich dank tiefliegender Ladekante sehr gut beladen.

Die Motorenauswahl war reichhaltig, mehr als ein Dutzend standen zur Verfügung, so dass jeder das passende finden konnte

Es gab den W 124 in verschiedenen Hubraum und Leistungsklassen mit Vierzylinder,- und Sechszylinder-Ottomotoren, mit Vierzylinder,- Fünfzylinder,- oder Sechszylinder-Dieselmotoren sowie ab 1990 sogar mit einem V-Achtzylindertriebwerk. Die Dieselmotoren der W124 Baureihe waren übrigens sogar mit puren Pflanzenölen betriebsfähig.

Die W 124 Baureihe ist auch als Klassiker gefragt

Die schlicht-elegante Formgebung, die gute Verarbeitungsqualität, das gute und sichere Fahrverhalten, die je nach Motor hohe Leistungsfähigkeit und die langlebigen Motoren (vor allem Dieselmotoren mit legendären Laufleistungen) machten die Baureihe über ihre Zeit hinaus sehr beliebt.

Der abgebildete W 124 von 1992 ist ein 220 E in rauchsilber-metallic

Die Limousine verfügte über ein dohc Reihenvierzylindertriebwerk mit 2199 ccm Hubraum, Mehrpunkteinspritzung und einer Leistung von 150 PS. Sie beschleunigte in 10,6 Sekunden auf 100 km/h und erreichte maximal 210 km/h.

Fotos & Text: Marina Block

Technische Daten 220 E


Motor: dohc Reihenvierzylindermotor, Benziner

Hubraum: 2199 ccm

Leistung: 150 PS bei 5500 U/min

Getriebe: Fünfgangschaltgetriebe oder Fünfstufenautomatik

Vorderradaufhängung: Querlenker, Dämpferbein, Schraubenfedern, Torsionsstabilisator

Hinterradaufhängung: Raumlenker-Hinterachse, Torsionsstabilisator

Antriebsart: Hinterradantrieb

Bremsanlage: hydraulische Scheibenbremsen, vorn belüftet, ABS

Radstand: 2800 mm

L x B x H: 4740 x 1740 x 1428 mm

Gewicht: 1370 kg

Kofferraunvolumen: 520 l

Reifen: 195/65 R15

Verbrauch: 8,8 l/100 km

Stückzahl: W124- 2,5 Millionen Ex. insgesamt; ca. 2,1 Millionen Limousinen

Bauzeit: W 124:1984-1997; Limousine bis Mitte 1995; 220 E ab 1992

Bilder

Informationen:

MarkeMercedes-Benz
ModelW124 220E
Baujahr1992

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