Der zweisitzige Sportwagen Toyota MR2, den es in den beiden ersten Generationen als Coupé und als Targa gab, gilt als das erste japanische Serienautomobil mit Mittelmotor
Der in drei Generationen von 1984 bis 2007 gebaute Toyota MR2 besaß zudem einen Hinterradantrieb, seitliche Lufteinlässe, einen großem Heckflügel und bis 1999 Klappscheinwerfer. Die dritte Generation hatte sie nicht mehr.
In der Frühzeit erinnerten Design und Konzept des Toyota MR2 an die englischen Sportwagen von Lotus, aber auch an den Fiat X1/9 aus den frühen 70er Jahren
Auch sie waren nach dem Motto leicht, klein, schnell, schön anzusehen und gut motorisiert gebaut. Mit Colin Chapman von Lotus arbeitete Toyota in jener Zeit sogar zusammen. Der MR2 galt in seiner ersten Ausführung, als er noch kantig, klein und sehr leicht war, als ein echter Westentaschenrenner, der sich allerdings in der zweiten Generation bereits ausgewachsen hatte.
Toyota versuchte beim MR2 die Vorzüge eines leistungsstarken Sportwagens mit denen eines soliden Alltagsfahrzeugs zu verbinden und dabei größtmöglichen Fahrspaß bei geringen Verbrauchswerten zu bieten. Das leichtgewichtige Fahrzeug verfügte über ein wendiges Fahrverhalten, war leistungsstark und bot durch das optionale T-Bar-Dach mit zwei herausnehmbaren Glasdachhälften ein abwechslungsreiches Fahrvergnügen. Bestückt hatte der für seine gute und vielfach erprobte Qualität bekannte japanische Hersteller den MR2 mit Hochleistungsmotoren.
Die zweite, von 1989 bis 1999 gebaute Generation des MR2 (midship engine, rear drive, twoseater) wurde nach einer groß angelegten Kundenbefragung stark überarbeitet. Das gelungene Resultat blieb ein Jahrzehnt lang topaktuell
Die ab 1989 angebotene Version besaß eine etwas größere und durch die Abrundungen gefälliger wirkende Karosserie sowie eine gehobenere Innenausstattung mit breiteren Sitzen und mehr Raum für Gepäck. Auch das Fahrverhalten war dank des überarbeiteten Sportfahrwerks nun präziser und komfortabler und hatte die etwas rauere Sportlichkeit der ersten Version hinter sich gelassen. Dafür brachte die neue Generation auch gut 200 kg mehr auf die Waage. In Europa arbeiteten dohc 2l-Reihenvierzylindermotoren mit bis zu 175 PS Leistung im MR2 W2. Auf dem japanischen Markt wurden auch Turbomotoren mit bis zu 245 PS Leistung eingesetzt. Der 175 PS starke 2 l dohc Mittelmotormotor mit 16 Ventilen und Benzineinspritzung konnte den MR2 auf eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h bringen. In der dritten, von 1999 bis 2007 gebauten Generation wurde der MR2 dann als Roadster offeriert und trat ganz offen gegen den erfolgreichen Mazda MX-5 an. Insgesamt entstanden mehr als 320000 Exemplare vom MR2, davon circa 130000 allein von der zweiten Serie. Damit galt der Toyota MR2 als meistverkaufter Mittelmotor-Zweisitzer aus Fernost.
Fotos & Text: Marina Block
Technische Daten
Motor: dohc Reihenvierzylindermittelmotor, 16-Ventiler
Hubraum: 1998 ccm
B x H: 86 x 86 mm
Leistung: 175 PS bei 7000 U/min
max. Drehmoment: 186 Nm bei 4800 U/min
Verdichtung: 10,3:1
Höchstgeschwindigkeit: ca. 225 km/h
Beschleunigung: 7,5 sec. von 0 auf 100 km/h
Gemischaufbereitung: Multipoint-Einspritzung
Antriebsart: Heckantrieb
Getriebe: Fünfgangschaltgetriebe
Karosserie: selbsttragende Ganzstahlkarosserie
Vorderradaufhängung: Querlenker, MacPherson-Federbeine, Stabilisator
Hinterradaufhängung: Doppelquerlenker, Zugstreben, Schraubenfedern, Stabilisator
Bremsen: Scheibenbremsen vorn und hinten, Bremskraftverstärker,ABS
Radstand:2400 mm
L x B x H: 4170 x 1695 x 1235 mm
Gewicht: ca. 1280 kg
Verbrauch: ca. 9l/100 km
Bauzeit: 1984-2007 insgesamt
Stückzahl: über 320000 Ex. insgesamt