Der T3 war ein deutlich weiter entwickelter VW Bulli und unterschied sich bereits wesentlich von seinen Vorgängern T1 und T2. Zwar besaß auch der T3 noch Heckantrieb und einen luftgekühlten (ab 1982 wassergekühlten) Heckmotor unter der Ladefläche(spätere Transporter-Generationen hatten Frontantrieb und Frontmotor), war aber sonst weit moderner als der T2
Der T3 besaß eine neu konstruierte, kantigere und größere Karosserie, hatte eine Vorderradaufhängung an Doppelquerlenkern und Schraubenfedern sowie eine Schräglenker-Hinterachse samt Schraubenfedern und war mit einer Zahnstangenlenkung ausgestattet. Radstand und Gesamtlänge waren um einiges angewachsen, wie auch die Raumverhältnisse im Inneren.
Es gab den hier bis 1990 (in Graz bis 1992, in Südafrika bis 2002) gebauten T3 in verschiedenen Ausführungen
Zu haben war er als Pritschenwagen, Kastenwagen, Bus, Doppelkabine und Kombi. Natürlich gab es auch von ihm wieder Campingbusse mit Westfalia-Einrichtung und von etlichen anderen Campingwagen-Ausstattern.
Auf Basis des T3 entstanden in den 80er Jahren viele Sondermodelle
So standen etwa der Multivan Magnum, der Bluestar, die Caravelle und die Caravelle Coach sowie die ebenfalls besonders gut ausgestatteten Star-Modelle im Verkaufsprogramm.
Ab 1985 wurde der T3 auch als Allradfahrzeug mit der Bezeichnung Syncro angeboten. Diese Allradausführung, die eine Steigfähigkeit von bis zu 70 Prozent erreichte, wurde beim Allradspezialisten Steyr Daimler Puch in Graz entworfen und gebaut. Die Kombination „Heckmotor und Allradantrieb“ hatte Vorzüge, wie man schon beim Steyr Puch Haflinger oder dem Porsche Jagdwagen sehen konnte. Bei VW hatten die Ingenieure erst einmal Mühe, das Konzept bei der Geschäftsleitung durchzusetzen
Der Synco war mit einem permanenten Allradantrieb ausgestattet, hatte ein Vierganggetriebe samt Geländegang und Differentialsperren vorn und hinten. Dafür mussten etliche Änderungen am Fahrwerk und an der Karosserie vorgenommen werden. Das Modellangebot war beim Syncro durch verschiedene Radgrößen und vielfältige Getriebeabstufungen noch größer als beim normalen T3 .
Vom T3 gab es als bisher einziger Bulli-Generation zwei Sondermodelle mit Doppelkabine, eine davon war der allradgetriebene Tristar
Die Doppelkabine des Tristar Pick Up war mit vier Türen ausgestattet und nicht mit dreien, wie bei den anderen DoKas, die hinten nur über eine Tür verfügten. Zudem hatte der Tristar eckige Scheinwerfer, wie das Luxusmodell Caravelle Carat, sowie dieselbe vordere Stoßstange, eine luxuriöse Innenraumausstattung samt Stoffpolsterung sowie Teppichen und einen sehr gut gedämmten Innenraum. Die offene Ladefläche besaß seitlich klappbare Bordwände. Rammschutz und Überrollbügel gab es gegen Aufpreis.
Der T3 Tristar Syncro mit Allradantrieb und viertüriger Doppelkabine wurde für VW-Verhältnisse in relativ geringen Stückzahlen gebaut
Das abgebildete Fahrzeug, das in einem zwar sehr verrosteten aber völlig originalem Zustand in Schweden aufgefunden wurde, hatte der heutige Besitzer einer Komplett-Restaurierung unterzogen.
Fotos & Text: Marina Block
Technische Daten
Motor: wassergekühlter ohv Vierzylinder-Boxermotor, Heckmotor
Hubraum: 2109 ccm
B x H: 94 x 76 mm
Leistung: 112 PS bei 4800 U/min
max. Drehmoment: 174 Nm bei bei 2800 U/min
digitale Einspritzanlage: Digifant
Höchstgeschwindigkeit: ca. 140 km/h
Antriebsart: permanenter Allradantrieb
Getriebe: Vierganggetriebe, Geländegang, Differentialsperren vorn und hinten
Karosserie: viertürige Doppelkabine + offene Ladefläche mit klappbaren Bordwänden
Vorderradaufhängung: Doppelquerlenker, Schraubenfedern
Hinterradaufhängung: Schräglenkerhinterachse, Schraubenfedern
Bremsen: Scheibenbremsen vorn, Trommelbremsen hinten
Radstand: 2455 mm
L x B x H: 4570 mm x 1845 mm x 1950 mm
Leergewicht: ca. 1500 kg
Bauzeit: 1989-1992 Tristar Syncro
Stückzahl: ?