Flugzeugvitrine02 - Sport und Passagierflugzeuge (20-60er Jahre)

Ausgestellt sind auf sechs Ebenen Sportflugzeuge (Kleinflugzeuge mit zwei bis vier Sitzplätzen) und große Passagier,- sowie Transportmaschinen (viele Sitzplätzen oder großer Stauraum). In den meisten Fällen handelt es sich um frühe Flugzeugtypen aus den 20er, 30er und 40er Jahren bis hin zu „Evergreens“, wie der Bücker „Jungmeister“, einem von 1935 bis 1968 gebauten Sportflugzeug oder der Cessna „Skyhawk“, einem Sportflieger, der von 1955 bis heute gefragt ist

Auch an den für den zivilen Einsatz konzipierten Flugzeugen lässt sich der technische Fortschritt und die Vielfalt im Flugzeugbau deutlich ablesen. Gezeigt werden vor allem Hochdecker, Mitteldecker und Tiefdecker-Flugzeuge (die jeweilige Bezeichnung bezieht sich auf die Platzierung der Tragflächen). Aber auch ganz außergewöhnliche Exemplare wie etwa die Focke Wulf „Ente“, ein Versuchsflugzeug bei dem sich das Höhenleitwerk vor den Tragflächen befand, werden im Maßstab 1:72 dargestellt. Die Entwicklung von Verkehrsflugzeugen in den 20er und 30er Jahren konzentrierte sich auf die Herstellung von Eindeckerflugzeugen mit Sternmotoren. Nun kamen Ganzmetall-Flugzeugzellen auf. Gebaut wurden diese Flugzeuge meist als Einzelexemplare oder in geringen Stückzahlen. Ende der 20er Jahre gab es den ersten genieteten Metallrumpf, der aus einer Aluminiumhaut über einem Stahlrohrgestell bestand. Auch bündige Nieten und Stoßverbindungen zwischen Aussenhautplatten hatte man entwickelt. Anfang der 30er Jahre fertigte die amerikanische Budd Company (siehe Ambi-Budd und die Ganzstahlkarosserie im Automobilbau) eines der ersten Wasserflugzeuge, das aus korrosionsbeständigem Edelstahl gebaut wurde. Es wurde im neuartigen Punktschweißverfahren zusammengesetzt. Der deutsche Flugzeughersteller Junkers setzte auch noch Anfang der 30er Jahre bei seiner JU 52, deren Fahrzeugrumpf aus mit Duraluminiumblechen überzogener Wellpappe bestand, auf eine Gemischtbauweise. Sehr bekannte Ganzmetall-Flugzeuge aus den 30er Jahren waren die russische Tupolev Ant-24 mit 8 Motoren, die das damals größte Transportflugzeug der Welt darstellte. Nicht minder bekannt war die zweimotorige Douglas DC-3, eines der besten und auch erfolgreichsten amerikanischen Verkehrsflugzeuge jener Zeit. Interessant war auch die Junkers G-38 von 1929, ein Groß-Verkehrsflugzeug in Mitteldeckeranordnung, das mit vier Motoren ausgestattet war (zwei V-Zwölfzylinder-Triebwerke und zwei Sechszylindermotoren). Bei diesem Flugzeug waren die Motoren, der Treibstoff und die Passagiere in den Flügeln untergebracht. Der Rumpf war für die Ladung vorgesehen. Spezialflugzeuge für den zivilen Bereich, wie etwa große Wasserflugzeuge, stellte die deutsche Firma Dornier her. Claude Dornier war ursprünglich ein Mitarbeiter der Zeppelin-Werke am Bodensee, baute dann aber innerhalb des Zeppelin-Unternehmens Flugzeuge, vor allem Wasserflugzeuge, und übernahm diesen Teil der Firma später. Dornier war auch Spezialist für Amphibienflugzeuge, die dank Schwimmern und ausklappbarem Fahrwerk sowohl vom Wasser als auch von Land aus aufsteigen konnten.

Fotos & Text: Marina Block


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Informationen:

MarkeFlugzeugvitrine02
ModelSport und Passagierflugzeuge
Baujahr20-60er Jahre

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