1959 betrat der bis ins Jahr 2000 gebaute Mini der British Motor Company (später British Leyland und dann Rover), der im Laufe seiner Geschichte auch als Austin Mini, Morris Mini, Leyland Mini und Rover Mini bezeichnet wurde, zum ersten Mal die Bühne und war für nur 497 Pfund Sterling zu haben. Sein revolutionäres Kleinwagen-Konzept stammte vom berühmten Konstrukteur Alec Issigonis, der auch schon für den englischen Volkswagen Morris Minor verantwortlich zeichnete
Damals wies der Mini den Weg im modernen Kleinwagenbau. Er war ein kleiner, geräumiger, preiswerter und gut durchdacher Kompaktwagen mit Frontantrieb, vorn quer eingebautem Reihenvierzylindertriebwerk (quergestellte Motor/Getriebe-Einheit), selbsttragender, kistenförmiger Karosserie mit Hilfsrahmen sowie mit minimalen Außenabmessungen und unabhängiger Radaufhängung rundum, der vier Personen bequem Platz bot und ein gutes Fahrverhalten aufwies.
Der Mini, der mit von John Cooper getunten Motoren als Cooper oder Cooper S auch im Sport dank seiner guten Straßenlage und seiner leistungsstarken Motoren, eine gute Figur machte, verkaufte sich in seiner 41jährigen Produktionzeit ausgezeichnet und avancierte bald zum Kult-Automobil
Getreu nach Alec Issigonis Motto „We made a car that was so unusual that it automatically became a status symbol“ verkörperte der Mini auch eine Lebenseinstellung und nicht nur ein neues Automobil-Konzept. Liebhaber fand er jedenfalls weltweit und verkaufte sich in über 5,4 Millionen Exemplaren. Außerdem wurde er in etlichen Ländern in Lizenz gebaut (Innocenti-Italien, Authi-Spanien, IMA-Portugal).
Zu seinem 40. Geburtstag im Jahr 1999 kam mit dem Mini Forty ein Sondermodell in limitierter Auflage auf den Markt
Das Jubiläumsmodell besaß einen ohv Vierzylindermotor mit 1273 ccm Hubraum und leistete 63 PS. Es war mit Seitenaufprallschutz und Fahrer-Airbag, Zusatz-Scheinwerfern, Chromstoßstangen, 6J x 13“ Minilite-Leichtmetallfelgen, Kotflügelverbreiterungen, Nebelschlußleuchten, einem „Mini 40“-Motorhauben-Emblem, einem Chrom-GB-Emblem und „Mini 40“-Dekor bestückt. Das Armaturenbrett aus Aluminium besaß elfenbeinfarbene Instrumente (Tacho, Drehzahlmesser, Tankanzeige, Voltmeter, Wasser,- und Öltemperaturanzeige) mit Mini 40-Logo und Chromeinfassungen. Ferner gab es ein Holzlenkrad mit Lederbesatz, einen Schalthebel aus Holz und Aluminium und mit Leder bezogene Sitze. Zu haben war der Mini in schwarz mit schwarzem Leder oder in silberner Lackierung mit rotem Leder im Innenraum. Die offene Version mit elektrischem Faltdach gab es in grün mit schwarzem Leder oder in blau mit blauem Leder.
Heute zählt die Marke Mini zum BMW-Konzern, die einen neuen Mini in Anlehnung an das zeitlose Design des Minis von Alec Issigonis baut.
Fotos & Text: Marina Block
Technische Daten
Motor: ohv Reihenvierzylinder
Hubraum: 1273 ccm
Leistung: 63 PS bei U/min
Beschleunigung: in 13 sec von 0 auf 100 km/h
Vergaser: zwei SU-Vergaser
Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h
Antriebsart: Vorderradantrieb
Getriebe: Vierganggetriebe
Karosserie: selbsttragende Ganzstahlkarosserie mit Hilfsrahmen
Vorderradaufhängung: doppelte Dreiecksquerlenker
Hinterradaufhängung: Längslenker
Federung: Gummifederung, Teleskopstoßdämpfer
Bremsanlage: Scheiben vorn, Trommeln hinten
Radstand: 2032 mm
L x B x H: 3060 mm x 1410 mm x 1355 mm
Gewicht: 737 kg
Bauzeit: 1999
Stückzahl: Mini insgesamt bis 2000 5,4 Millionen Exemplare