VW - 1600 Variant LE (1972)

Mit dem von 1961 bis 1973 in zwei Ausführungen gebauten Typ 3 (interne Bezeichnung) brachte VW sein erstes Mittelklassemodell heraus, dass allerdings immer noch über keine selbsttragende Karosserie verfügte. Selbige erhielt erst das Nachfolgemodell vom Typ 4 (411/412)

Der Typ 3 basierte im wesentlichen auf der Technik und dem Konzept des VW Käfers. So besaß auch der Typ 3 einen Radstand von 2400 mm, einen Zentralrohrrahmen, einen gebläsegekühlten ohv Vierzylinder-Boxermotor mit zentraler Nockenwelle im Heck allerdings als Flachmotor ausgebildet, einen vorderen Kofferraum, eine Kurbellenkerachse vorn, anfangs eine Pendelachse hinten und einen Heckantrieb. Das Blechkleid bestand nun allerdings aus einer Ponton-Karosserie, die generell mehr Platz bot, vor allem natürlich im als Variant bezeichneten Kombi mit Heckklappe. Der flach bauende Motor mit hinter dem Motor angeordnetem und ebenfalls flach gehaltenem Kühlluftgebläse war im Heck unter der Ladefläche platziert.

Die zweite, von 1969 bis 1973 gebaute Version war schon etwas moderner

Der Typ 3 wurde von 1961 bis 1969 als VW 1500/1600 (Motor mit 1493 ccm/1584 ccm Hubraum) produziert und 1969 von einem VW 1600 abgelöst, der eine gestreckter wirkende Frontpartie, größere Frontblinker und Heckleuchten sowie eine Schräglenker-Hinterachse statt einer Pendelachse besaß. Bei der ersten Version verfügten nur die mit einem Automatikgetriebe versehenen Exemplare ab 1967 über dieses Schräglenker-Fahrwerk. Nun erhielten auch die Fahrzeuge mit Schaltgetriebe die Schräglenker-Hinterachse.

Das Besondere am Typ 3 war die ab 1967 für den 54 PS-Motor erhältliche elektronische Einspritzanlage

Diese Bosch D-Jetronic war 1967 die erste serienmäßige, elektronische Kraftstoffeinspritzanlage der Welt und wurde als erstes im Typ 3 von 1967 eingesetzt. Fahrzeuge mit Einspritzanlage trugen die Bezeichnung E neben dem Buchstaben für die Ausstattungsvariante, wie der abgebildete 1600 Variant LE.

Der Variant war ungeheuer beliebt

Fast die Hälfte der circa 2,6 Millionen gebauten Exemplare des Typ 3 waren Kombis. Auf der Basis des Typ 3, den es als Limousine und Variant gab, entstand Anfang der 60er Jahre auch das Karmann-Ghia-Coupé.

Fotos & Text: Marina Block

Technische Daten

Motor: ohv Vierzylinder-Boxermotor, Gebläsekühlung

Hubraum: 1584 ccm

B x H: 85,5 x 69 mm

Leistung: 54 PS bei 4000 U/min

max Drehmoment: 110 Nm bei 2200 U/min

Höchstgeschwindigkeit: 135 km/h

Gemischbereitung: D-Jetronic von Bosch

Getriebe: Vierganggetriebe

Rahmen: Zentralrohr-Plattformrahmen

Vorderradaufhängung: längs liegende Kurbellenker, quer liegende Drehstabfedern, Querstabilisator

Hinterradaufhängung: Schräglenker-Hinterachse

Bremsen: vorn Scheibenbremsen, hinten Trommelbremsen

Radstand: 2400 mm

L x B x H: 4340 mm x 1605 mm x 1465 mm

Gewicht:1035 kg

Bauzeit: 1961-1973 Typ 3 insgesamt

Stückzahl: ca. 2,6 Millionen Ex.



Bilder

Informationen:

MarkeVW
Model1600 Variant LE
Baujahr1972

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