BMW übernahm 1928 die Fahrzeugfabrik Eisenach, die seit 1904 unter dem Markennamen Dixi (latein=ich habe gesprochen) LKWs, Fahrräder, Autobusse, luxuriöse Automobile in kleinen Serien und ab 1927 den Kleinwagen 3/15 PS in Lizenz von Austin produzierte
Bis 1932 verwendete BMW den Namen Dixi noch parallel für diesen auf der Basis des englischen Austin Seven hergestellten Kleinwagen. Mit der Produktion dieses Modells hatte das Fahrzeugwerk Eisenach bereits vor der BMW-Ära 1927 in Lizenz begonnen, um mit dem erhofften Erfolg der Pleite zu entgehen. Das hatte dann doch nicht geklappt und bescherte dafür BMW, die den Lizenzvertrag mit der Austin Motor Company übernahmen, ein geniales kleines Automobil und den Einstieg ins Autogeschäft. So gilt dieser Dixi beziehungsweise Austin Seven als Urahn aller BMW-Automobile.
Der seit 1922 gebaute Austin Seven gehörte zu den populärsten Autos seiner Zeit, hatte sich bereits bestens bewährt und bildete den Inbegriff eines handlichen und guten Kleinwagens
Dieses geniale kleine Auto, das auch im Sport einiges zu bieten hatte, machte nicht nur die Briten mobil, sondern inspirierte als Lizenzbau sozusagen die halbe Automobilwelt. Die Philosophie hinter der Austin Seven-Konstruktion war, dass ein billiges Auto nicht billig gemacht sein durfte um wirklich großen Erfolg zu haben. Ein einfaches Konzept, eine gute Verarbeitung und gute Materialien bildeten die Voraussetzung für diesen automobilen Meilenstein. Der Austin Seven besaß einen seitengesteuerten Reihenvierzylindermotor mit abnehmbarem Zylinderkopf, Thermosyphonkühlung, anfangs Magnetzündung, ein Dreiganggetriebe, eine Einscheibenkupplung, eine auf die Hinterräder wirkende Fußbremse und eine auf die Vorderräder wirkende Handbremse . Der Motor mit nur zweifach gelagerter Kurbelwelle besaß ab 1923 748 ccm Hubraum, leistete 15 PS und beförderte das leichte Gefährt auf eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Es gab einen einfachen Rahmen in A-Form, eine querblattgefederte, starre Vorderachse und eine durch Viertelelliptikfedern abgefederte, starre Hinterachse.
BMW entwickelte den Dixi 3/15 PS DA1 (deutsche Ausführung) weiter
Im Juli 1929 kam der BMW 3/15 PS DA2 heraus. Diesen auf Linkslenkung ausgelegten und bis 1931 gebauten BMW gab es mit Ganzstahlkarosserien von Ambi-Budd und mit Karosserien in Gemischtbauweise nach dem System Weymann. Angeboten wurde eine Limousine, ein Phaeton, ein offener Zweisitzer, ein Cabriolet, ein Sportcabiolet und ein Eillieferwagen.
Fotos & Text: Marina Block
Technische Daten
Motor: sv Reihenvierzylinder
Hubraum: 748 ccm
B x H: 56 x 76 mm
Leistung: 15 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Getriebe: Dreiganggetriebe
Antriebsart: Hinterradantrieb
Chassis: Kastenrahmen
Karosserie: viersitziges Cabriolet
Vorderradaufhängung: Starrachse, Blattfedern
Hinterradaufhängung: Starrachse, Viertelelliptikfedern
Bremsanlage: mechanische Trommelbremsen
Radstand: 1905 mm
Länge: 3000 mm
Breite: 1150 mm
Gewicht: 535 kg
Preis: ca. 2100 RM-Cabriolet
Bauzeit: 1929-1931
Stückzahl: 12318 Ex.-BMW 3/15 PS DA2