Datsun - 240 Z (1973)

Der von 1969 bis 1974 gebaute zweisitzige Sportwagen Datsun 240 Z begründete die langlebige Z-Sportwagenbaureihe von Nissan, zu dessen Konzern Datsun seit den 30er Jahren zählte

Der 240 Z, der auf dem japanischen Markt Fairlady Z hieß, war ein zweitüriges Sportcoupé mit Heckklappe (auch Sportkombi genannt). Konzipiert war es hauptsächlich für den amerikanischen Markt, der der größte und wichtigste Abnehmer für Sportwagen war.

Die Z-Sportwagenbaureihe sollte bei Datsun/Nissan zu einer langen Tradition und zu einer der erfolgreichsten Sportwagenbaureihen überhaupt werden

Sie begann 1969 mit dem Datsun 240 Z, der den Datsun Fairlady ablöste. Seit 1934 zählte die älteste japanische Automarke Datsun, die bereits seit 1912 leichte Motorwagen auf die Räder stellte, zum Nissan-Konzern. Ab 1985 übernahm dann Nissan mit dem Nissan 300 ZX die Namensregie der Z-Baureihe.

Für die aufregende Formgebung des Datsun 240 Z zeichnete der deutsche Designer Albrecht Graf Goertz verantwortlich, der ein Schüler des berühmten amerikanischen Designers Raymond Loewy war

Graf Goertz hatte bereits in den 50er Jahren zwei Ikonen des Automobildesigns mit dem legendären Roadster 507 von BMW und dem BMW 503 geschaffen. Der Datsun 240 Z war mit seiner minimalistisch eleganten Linienführung ein weiterer Meilenstein in der Automobilgeschichte. Seine prägnant-bissigen Proportionen mit der langen Schnauze, den langen vorderen Kotflügeln, der trapezförmigen Fahrgastzelle und dem kurzen, bulligen Heck waren ein Blickfang par excellence.

Der 240 Z war ein kompakter und vor Kraft strotzender Zweisitzer mit leistungsstarkem und kernigem 2,4 l ohc Reihensechszylindertriebwerk samt sportlichem Sound. Er war serienmäßig gut ausgestattet und bot ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis, denn der 200 km/h schnelle Sportwagen kostete in den USA sagenhaft günstige 3526 $

In nur 9,5 Sekunden beförderte der 130 PS-starke Sechszylinder mit Leichtmetall-Zylinderkopf den schnittigen und gerademal 1040 kg schweren Zweisitzer, der die optischen Vorzüge eines englischen mit einem italienischen Sportwagen formvollendet vereinte, auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit des 240 Z lag bei 200 km/h. Für Europa wurde das Modell mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe ausgeliefert. Die Amerikaner konnten hingegen zwischen einem Vierganggetriebe oder einer Automatik wählen. Ausgestattet war der flach gebaute Sportler mit einer vorderen und hinteren Einzelradaufhängung an Querlenkern und Federbeinen (vorn McPherson-Federbeine, hinten Chapman-Achse). Er besaß eine gute Straßenlage und ein ausgezeichnetes Kurvenverhalten.

Der 240 Z war in den USA ein voller Erfolg, größere Versionen sollten ihn aber bald ablösen

Die meisten der 300000 gefertigten Exemplaren wurden in die USA verkauft. Nur ein Bruchteil der 240 Z ging nach Europa und davon noch weniger nach Deutschland, das erst 1973 beliefert wurde. Lediglich etwas über 300 Fahrzeuge fanden den Weg hierhin. Dann stand auch schon mit dem 2+2-Coupé 260 Z der Nachfolger am Start, der über mehr Hubraum und einen längeren Radstand verfügte.

Fotos & Text: Marina Block

Technische Daten

Motor: ohc Reihensechszylindermotor

Hubraum: 2393 ccm

Leistung: 130 PS bei 5600 U/min

Max. Drehmoment: 206 Nm bei 4400 U/min

Verdichtung: 9:1

Beschleunigung: 9,5 sec. von 0 auf 100 km/h

Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h

Gemischbildung: 2 SU-Vergaser

Getriebe: Fünfgang-Schaltgetriebe

Antriebsart: Hinterradantrieb

Karosserie: selbstragende Stahlblechkarosserie, geschlossen, zweitürig und zweisitzig

Vorderradaufhängung: Querlenker, McPherson-Federbeine

Hinterradaufhängung: Querlenker, Chapman-Federbeine

Radstand: 2305 mm

Spur vorn/hinten: 1354/1346 mm

Gesamtmaße: 4135 x 1630 x 1285 mm

Leergewicht: 1040 kg

Tankinhalt: 60 l

Preis: 17600 DM (1974)

Bauzeit: 1969-1974

Stückzahl: ca. 300000 Ex.

Bilder

Informationen:

MarkeDatsun
Model240 Z
Baujahr1973

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