Unter dem Markennamen Lexus bietet der japanische Automobilhersteller Toyota seit 1989 in den USA und seit etwa Mitte der 90er Jahre in Europa Automobile höchster Qualität von der gehobenen Mittelklasse bis zur Luxusklasse an, zu der auch das zur Jahrtausendwende auf der Detroiter Motorshow vorgestellte Modell LS 430 zählt
Bis auf Geländewagen, die in einem Toyota-Werk in Kanada gebaut werden, entstehen die Fahrzeuge allesamt in japanischen Werken. Der Name Lexus ist ein Kunstwort und soll den luxuriösen Charakter der Fahrzeuge unterstreichen.
Die herausragendsten Merkmale dieser Marke sind neben ihrer luxuriösen Ausführung ihre außerordentliche Zuverlässigkeit, der technisch hohe Stand, ihre Leistungsfähigkeit und die herausragende Verarbeitung
Das trifft alles auch auf die viertürige Stufenhecklimousine LS 430 zu, die im Jahr 2000 das Modell LS 400 in der Luxusklasse ablöste. Ausgestattet hatte man sie mit einem 4,3 l V-Achtzylindertriebwerk, das 282 PS leistete, das knapp zwei Tonnen schwere Fahrzeug in 6,3 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen konnte und bei einer Geschwindigkeit von 250 km/h abgeriegelt wurde. Der Motor verfügte über eine variable Nockenwellensteuerung, bei der die Ventilöffnungszeiten je nach Lastzustand variabel angepasst wurden, um die Effizienz des Motors zu steigern. Auch Kraftstoff konnte so eingespart werden.
Serienmäßig ausgestattet war der LS 430 mit so ziemlich allem denkbaren Komfort. Natürlich zählte auch die exklusive Lederausstattung, die Sitzbelüftung, das Xenon-Licht und die DVD-Navigation dazu. Für diejenigen, die noch mehr wollten, gab es mit den Ausstattungspaketen De Luxe und President-Line einen high end-Luxus.
Der LS 430 zeichnete sich durch einen extrem geräuscharmen Fahrkomfort, einen extrem niedrigen cw-Wert und ein Fahrwerk mit Luftfederung aus
So arbeitete etwa die Fünfgangautomatik (später gab es sechs Stufen), mit der der LS 430 serienmäßig ausgestattet war, nahezu unbemerkt. Auch vom V-Achtzylindertriebwerk war so gut wie nichts zu hören, denn der Motorraum war mit Dämmplatten, Anti-Vibrations-Bauteilen und Verkleidungen schalldicht gemacht. Lediglich beim kraftvollen Beschleunigen ließ sich ein sachtes Brummen vernehmen. Für nicht existente Fahrgeräusche sorgte auch der extrem niedrige cw-Wert von 0,25, der für ein Serienauto unschlagbar war. Um einen derartigen Wert zu erzielen, hatten die Ingenieure jegliche Windwiderstände, die ja auch Geräusche entwickeln können, auf das Geringste minimiert.
Das Spitzenmodell von Toyota Motors war vor allem auf dem amerikanischen Markt ein Bestseller
In Deutschland verkaufte sich der LS 430 hingegen nur moderat, was wohl an der einheimischen Konkurrenz durch Mercedes, BMW und Audi lag.
Fotos & Text: Marina Block
Technische Daten
Motor: dohc V-Achtzylinder, VVT-i (variable Nockenwellensteuerung)
Hubraum: 4293 ccm
B X H: 91 mm x 82,5 mm
Verdichtung: 11:1
Leistung: 282 PS bei 5600 U/min
max. Drehmoment: 417 Nm bei 3500 U/min
Beschleunigung: 6,3 sec. 0-100 km
Höchstgeschwindigkeit: auf 250 km/h elektronisch begrenzt
Gemischaufbereitung: Einspritzung, Multipoint
Getriebe: Fünfstufen-Automatik
Antriebsart: Hinterradantrieb
Bremsen: innenbelüftete Scheibenbremsen
Vorderradaufhängung: Doppelquerlenler,Federbein, Querstabilisator
Hinterradaufhängung: Mehrlenkerachse, Federbein, Querstabilisator
Karosserie: selbsttragende Ganzstahlkarosserie, viertürige Limousine
Radstand: 2925 mm
Länge: 5025 mm
Gewicht: 1840 kg
Bereifung: 245/45 R 18
Kofferrauminhalt: 552 l
Verbrauch: 11,4 l auf 100 km
Bauzeit: 2000-2006