NSU - 1000 C (1969)

Der ab 1967 gebaute NSU 1000 und seine luxuriösere Variante der 1000 C basierten mit nur geringen Abweichungen auf dem Prinz 1000 und besaßen wie dieser einen quer eingebauten und luftgekühlten ohc Vierzylinder-Heckmotor und ein Fahrwerk mit Schräglenker-Hinterachse

Mit dem 1963 auf der IAA vorgestellten Prinz 1000 hatte NSU den Schritt weg vom Kleinwagen und hin zum Kompaktwagen der unteren Mittelklasse vollzogen. Seine geräumige, vom Chevrolet Corvair inspirierte Karosserie war bereits vom Prinz 4 bekannt. Äußerlich erkannte man den neuen Prinzen gleich an den ovalen Scheinwerfern, den seitlichen Lufteinlässen und der Heckleuchtengestaltung mit je drei Rundleuchten. Mit den seitlichen Lufteinlässen hatte NSU das Kühlungsproblem der früheren Prinzen mit einfachen Mitteln weitgehend gelöst.

Ein weiteres Highlight war, dass dieser Prinz als erster aus der Prinzengarde einen 1000 ccm-Vierzylinderreihenmotor, also ein „ausgewachsenes“ Triebwerk besaß. Wie die zweizylindrigen Prinz-Motoren verfügte auch der Vierzylinder über eine obenliegende Nockenwelle. Allerdings wurde diese nicht mehr durch Schubstangen angetrieben, sondern nun über eine Kette. Dank der guten Gewichtsverteilung, dem modernen Fahrwerk mit Schräglenker-Hinterachse, dem potenten ohc-Vierzylindermotor mit fünffach gelagerter Kurbelwelle, halbkugelförmigen Brennräumen, gehärteten Zylinderlaufbahnen und Leichtmetall-Zylinderköpfen, der Zahnstangenlenkung und guter Bremsen zeichnete sich der Prinz 1000 als ,- wie damals gesagt wurde-, „ganz besonderes, überaus lebendiges, handliches und wendiges Auto“ aus, das „buchstäblich um die Ecken herum geworfen werde, eine überdurchschnittlich gute Straßenlage und ein Prachtstück von Motor habe“.

Der Prinz 1000 bot die Basis für sportliche Erfolge

Auf Basis dieses Prinzen wurde die NSU-Heckmotorreihe bis zu ihrem Produktionsende 1973 weiterentwickelt. Ab 1965 verloren die Vierzylinder-Prinzen ihren Titel und die Modelle gaben nur noch die Marke, den Hubraum und bei den sofort an den Doppelscheinwerfern zu erkennenden Sportmodellen auch noch das Tourist Trophy-Kürzel preis. Gerade diese TT-Varianten und der NSU TTS mit ihren leistungsstarken Motoren waren bald aus dem Rallye- und Rennsport nicht mehr weg zu denken.

1972 beendete der 1000 C die 1000er-Reihe von NSU.

Große Veränderungen zum NSU 1000 waren bis auf eine luxuriösere Ausstattung nicht zu verzeichnen. Als VW Anfang der 70er Jahre NSU endgültig geschluckt hatte, endete 1973 mit dem letzten 1200 C die Produktion der Heckmotor-Modelle von NSU komplett.

Fotos & Text: Marina Block

Technische Daten

Motor: ohc Vierzylinderreihenmotor im Heck, quer eingebaut

Hubraum:996 cm

Verdichtung: 7,5:1

Leistung: 40 PS bei 5500 U/min

Vergaser: Solex 34 PCI-Fallstromvergaser

Höchstgeschwindigkeit ca. 131 km/h

Getriebe: vollsynchronisiertes Vierganggetriebe

Kupplung: Einscheiben-Trockenkupplung

Karosserie: selbsttragende Ganzstahlkarosserie

Vorderradaufhängung: an Doppelquerlenkern, Schraubenfedern, Querstabilisator, hydraulische Stoßdämpfer

Hinterradaufhängung: an Schräglenkern, Schraubenfedern, hydraulischen Stoßdämpfern, Gummi-Zusatzfedern

Lenkung: Zahnstangenlenkung

Bremsen: hydraulische Trommelbremsen, auf Wunsch vorn Scheibenbremsen

Radstand: 2250 mm

L x B x H: 3793 mm x 1490 mm x 1364 mm

Gewicht: 670 kg

Bauzeit: 1969-1972-1000 C

Stückzahl: 75366 Ex.

Preis: 1970-5400 DM


Bilder

Informationen:

MarkeNSU
Model1000 C
Baujahr1969

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